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31.12.2020 Kategorie: Kontaktstellen, Selbsthilfe, Ehrenamt, TILO

Zwangsstörungen - Neue Selbsthilfegruppe geplant

Neue Selbsthilfegruppe geplant:  „Zwangsstörungen“ - wenn Zwänge das Leben bestimmen

 

Wer kennt das nicht -  Zehnmal nachsehen, ob die Tür verschlossen ist, obwohl ich sie gerade erst abgeschlossen habe,  oder immer wieder kontrollieren, ob der Stecker beim Bügeleisen gezogen ist.  Doch leide ich deshalb gleich schon unter einer Zwangsstörung?

Zwangsstörungen sind eine häufige psychische Störung. Die Betroffenen spüren einen inneren Zwang immer wieder bestimmte Handlungen oder Gedankengängen ausführen zu müssen, obwohl diese meist selber als unsinnig, unnötig, übertrieben oder störend empfunden werden.

Am häufigsten leiden Zwangserkrankte unter Wasch-, Kontroll- oder Ordnungszwänge. Betroffenen spüren zum Beispiel den Drang, immer und immer wieder die Hände zu waschen oder stundenlang zu duschen; Lichter oder Türen mehrfach zu kontrollieren; oder bei Tätigkeiten  bestimmte Reihenfolgen einhalten zu müssen und gewissenhaft  zu Ende zu führen.

Von einer Zwangserkrankung oder Zwangsstörung spricht man erst, wenn sich derartige Verhaltensweisen andauernd wiederholen und ein solches Ausmaß annehmen, dass der Betroffene daran leidet und/oder der Alltag beeinträchtigt ist. Die Lebensqualität ist um ein vielfaches eingeschränkt!

 

Für diejenigen,  die mit ihrem “Zwängen“ nicht mehr alleine sein wollen, soll eine neue Selbsthilfegruppe in Schleswig gegründet werden.  Sich mit Menschen austauschen zu können, die wissen, worüber gesprochen wird, ist wohltuend und ein erster Schritt, sich besser zu fühlen. Ein Austausch über die alltäglichen Herausforderungen und möglichen Bewältigungsstrategien wird während der Treffen im Mittelpunkt stehen.

Wer Interesse daran hat, kann sich bei KIBIS melden, Tel.: 04621-27748 und info@kibis-sl.de