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07.08.2018 Kategorie: Kontaktstellen, Selbsthilfe, Ehrenamt, TILO

Angehörige von Borderlinern - Neue Selbsthilfegruppe

Angehörige von Borderlinern

 

Das Leben als Angehöriger eines an Borderline erkrankten Menschen kann sehr aufreibend sein. Borderline Angehörige sind einer starken Belastung und Sorge ausgesetzt. Denn die Auswirkungen dieser Persönlichkeitsstörung zeigen sich besonders in den Gefühlen, im Denken und im Handeln des Betroffenen. Auffällig sind dabei vor allem die teilweise paradox wirkenden und generell negativen Verhaltensmuster, ebenso aber auch das gestörte Verhältnis zum eigenen Ich, welche Borderliner zeigen. In vielen Fällen wird die Borderline Persönlichkeitsstörung auch von anderen psychischen Erkrankungen begleitet, etwa Depressionen, dissoziative Störungen und nicht zuletzt dem selbstverletzendem Verhalten.

 

Viele Angehörige sind verunsichert, wenn sich der Erkrankte selbst verletzt, wenn er Wutausbrüche hat. Oftmals entsteht auch eine Co-Abhängigkeit, das heißt, die eigenen Bedürfnisse werden vernachlässigt, man will den Erkrankten auf eigene Kosten glücklich machen, will für ihn nur das Beste oder lässt sich komplett vom Borderliner in den Bann ziehen.

Was auch immer man tut, ob man dem Betroffenen Vorwürfe macht oder Rücksicht übt, Konflikte werden dadurch nicht gelöst. Schon gar nicht ändert sich das Verhalten des Borderliners.

Studien haben gezeigt, dass das Leben von Gefühlen, also das Zeigen und das Miteinander-darüber-Reden, sich günstig auf die Borderline-Erkrankung auswirken können.
In Familien, in denen Gefühle offen gezeigt und ggf besprochen werden, kommen psychische Erkrankungen weit weniger vor als in Familien, in denen Gefühle eher verdrängt werden.

 

Eine neue Selbsthilfegruppe für Angehörige von an Borderline leidenden Menschen ermöglicht im respektvollen Austausch miteinander, dass eigene Selbstzweifel abgelegt werden und stattdessen Wege gefunden werden, um mit der Situation besser fertig zu werden.

In der Gruppe können die Mitglieder sich darin unterstützen und begleiten, die kranken Strukturen in der Beziehung zu erkennen und Wege zur individuellen Gesundung der Beziehung zu finden.

 

Wer an der Gruppe teilnehmen möchte, melde sich bei:

                                                                                  KIBIS 04621-27748 und info@kibis-sl.de