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28.02.2018 Kategorie: Kontaktstellen, Selbsthilfe, Ehrenamt, TILO

Gesprächskreis Medikamenten-Abhängigkeit

Medikamenten-Abhängigkeit

Die Rolling Stones bespöttelten Valium & Co 1966 in ihrem Song „Mothers little helpers“. Es wurde geschrieben in Anspielung auf das Medikament Valium, ein Benzodiazepin-Tranquilizer, das in den 1960ern entwickelt wurde und seitdem, trotz des erheblichen Abhängigkeitspotenzials, erfolgreich vermarktet wird. Von Benzodiazepinpräparaten - im Szenejargon auch verharmlosend „Benzos“ genannt - sind Schätzungen zufolge in Deutschland etwa 1,1 Millionen Menschen abhängig.

Einer Medikamentenabhängigkeit geht häufig eine lange, schleichende Entwicklung voraus. Ab dem 40. Lebensjahr steigt die Zahl der Medikamentenabhängigen deutlich an. Jahrelange Überforderung, schmerzhafte Krankheiten, aber auch lebensspezifische Umbrüche und soziale Veränderungen führen dazu, dass verstärkt Medikamente eingenommen werden und leider auch oft zu leichtfertig Benzodiazepinpräparaten verordnet werden. Als sehr wirksame Mittel und als unverzichtbar eingeschätzt, werden sie gerade in Akutsituationen, wie z. B. Angststörungen, Erregungs-, Spannungs- und Unruhezustände sowie psychotische Symptome eingesetzt, zudem auch als Beruhigungsmittel vor operativen Eingriffen, bei epileptischen Anfällen, Tetanus, Fieberkrämpfen und anderen Zuständen mit erhöhtem Muskeltonus (Muskelanspannung). Werden sie aber länger genommen (z.B. als Schlafmittel) droht schnell eine Abhängigkeit.

Ebenso wie Drogensucht führt Tablettenabhängigkeit zu einem psychischen und physischen Verfall.

 

Bei KIBIS wollen sich nun Menschen regelmäßig einmal im Montag zum Erfahrungsaustausch treffen, die gerne wieder ohne diese Suchtmittel leben möchten.

 

Wer an dieser Gruppe Interesse hat, melde sich bitte unter 04621-27748 0der info@kibis-sl.de melden.